Smarter Sticker: Shopping Trend E-Wallet

Zahlen per Handy ist eigentlich nichts neues mehr: Die Post bietet Briefmarken, die per SMS-Code auf das mobile Gerät geschickt werden und dann per Handyrechnung einmal monatlich beglichen werden können. Das funktioniert in großen Städten auch in Sachen Parkplatz fürs Auto. Manche Verkehrsunternehmen bieten Bustickets auf dieser Basis an, und natürlich kann man inzwischen auch per Handy mit der Bahn fahren. Immer mehr Geschäfte bieten das Zahlen per Handy-Rechnung an und so Online-Shops zieht nach. Auf der anderen Seite gibt es die Zahldienste online: PayPal beispielsweise. Das funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip, das den meisten Menschen vom Handy bekannt ist.

Neu ist jetzt, dass man über einen Sticker mit dem Handy zahlen kann. Das Angebot besteht im Moment nur in den Großstädten, soll aber, wenn es gut angenommen wird, flächendeckend einsetzbar sein. Es geht um das Bezahlen mit dem Handy, und zwar nicht über die Handyrechnung und damit letztendlich über den Mobilfunkanbieter, sondern über einen NFC-Chip. Der kann per Sticker auf dem Gerät angebracht werden.  Das Angebot richtet sich vor allem an junge Leute, die sogenannten Digital Natives, die mit den bereits heute vielfältigen Möglichkeiten von Internet, Computern und Smartphones aufwachsen. Diese Menschen sind besonders offen neuen Technologien gegenüber, sind über Facebook und Twitter vernetzt, haben Kaufkraft. Pilotprojekte starteten in Deutschland, Frankreich, Spanien und den Niederlanden.

Wie genau funktioniert der Chip? Der kleine Sticker ist außen auf dem Handy angebracht. Taschengeld oder Gehalt können über einen Zahldienst geladen werden, und wie bei einer Chipkarte wird der Betrag beim Zahlvorgang schlicht von dem, was auf dem Chip gespeichert ist, abgezogen. Entsprechende Lesegeräte werden bei den teilnehmenden Geschäften in Kassennähe stehen. Das Gerät mit dem Sticker muss in einem Abstand von 1-5 cm an das Bezahlgerät gehalten werden, die Technik ist also relativ sicher. Außer, man verliert das Handy – in dieser Hinsicht birgt der Sticker die gleichen Gefahren, die der Geldkartenchip auf Studentenausweisen, Bibliothekskarten und anderen Chipkarten mit sich bringt.

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