Trend zu Herzkrankheiten wieder steigend

Herz-Kreislauf Erkrankungen zählen in den westlichen Ländern nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen. Sie sind für ungefähr 40 % aller Todesfälle verantwortlich. Vor allem ältere Menschen sterben durch Herzinfarkte und Schlaganfälle. Allerdings nehmen Krankheiten des kardiovaskulären Systems auch unter 50-Jährigen stetig zu, was besonders besorgniserregend ist. Während derartige Krankheiten bei älteren Patienten grundsätzlich eher schlecht vermeidbar sind und Alterserscheinungen sind, sind sie bei Jüngeren lebensstilinduziert. Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel sind die häufigsten Gründe, die schon im vergleichsweise jungem Alter zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden wird dabei durch die vier Risikofaktoren Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen und einem erhöhten Cholesterinspiegel bedeutend erhöht. So steigt das Risiko, wenn zwei dieser Faktoren gegeben sind von 1,5 % auf 40 %.

Glücklicherweise ist es der Forschung inzwischen gelungen, zahlreiche wirksame Medikamente zu entwickeln. 20% der gesamten Medikamentenkosten in Österreich werden für die Behandlung des Herz-Kreislauf-Systems ausgegeben. Die europäischen Gesundheitssysteme zahlten 2006 etwas weniger als 110 Milliarden Euro, um kardiovaskuläre Krankheiten zu bekämpfen. Der volkswirtschaftliche Schaden ist also als bedeutend einzuschätzen, zumal zu den Behandlungskosten zusätzlich Produktivitätsverlust hinzukommt. Um möglichst lange gesund zu leben, ist es ratsam, die Gefahr beim Vorliegen von zwei Risikofaktoren durch Ernährungsumstellung, Rauchstopp oder Sport zu senken. Es empfiehlt sich außerdem bei der regelmäßigen Untersuchung Herz, Blutdruck, Cholesterin und Blutzuckerspiegel besonders zu beachten, um rechtzeitig entgegen steuern zu können.

Derzeit deutet alles darauf hin, dass sich das Problem noch verschärfen wird. Die American Heart Association (AHA) geht davon aus, dass kardiovaskuläre Krankheiten bis zum Jahr 2030 um 17 % zunehmen werden. Sie schätzt außerdem, dass sich die medizinischen Ausgaben, um diese Erkrankungen zu therapieren, verdreifachen werden. Das World Economic Forum rechnet mit einer ähnlichen Entwicklung und geht davon aus, dass durch die Therapie von Patienten mit vom Lebensstil verursachte Krankheiten (kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, bestimmte Tumorarten) mehr als 30 Billionen US-Dollar aufgewendet werden müssen.

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