Freizeittrends 2013-14

An den langfristigen Trends der letzten Jahre im Freizeitverhalten der Europäer hat sich auch 2013 nicht viel verändert. Unsichere Finanzlage und gestiegene Ansprüche in Punkto Nachhaltigkeit führen schon seit Jahren zu einer Tendenz zum so genannten „Homing“ – dh. der Lebensmittelpunkt verlagert sich zunehmen in Richtung des eigenen Zuhause, und das soziale Miteinander findet entsprechend seltener in Gaststätten, Discos oder Restaurants statt. Es wird mehr Zeit daheim verbracht als früher, etwa mit Hobbies, im Garten oder beim Zusammensein mit eingeladenen Freunden, wobei zusätzlich Faulenzen und die Beschäftigung mit dem Internet stetig im Kurs zulegen. Das gilt auch für Österreich, Deutschland und die Schweiz – die vier Stunden, die man dort im Schnitt für seine Freizeit zur Verfügung hat, werden zunehmend mit den oben genannten Tätigkeiten gefüllt.

Gleichzeitig – oder vielleicht gerade aus diesem Grund – sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung inzwischen vielseitiger als je zuvor. Dazu tragen unter anderem die zahlreichen Trendsportarten bei, die nicht nur unter Jüngeren beliebt sind. So geben sich vor allem Sportbegeisterte und Adrenalinjunkies heute nicht mehr mit bloßem Radfahren zufrieden. An seine Stelle treten Mountainbiking und Freeriden. Nicht nur bei Älteren hat Nordic Walking die Lücke zwischen Spazierengehen und Joggen geschlossen. Ebenso sind Klettern und Inline-Skaten aus der Freizeit der Deutschen nicht mehr wegzudenken. Auch auf dem Wasser hat sich einiges verändert: Kitesurfen und Wakeboarding sind nur zwei der Trendsportarten, die den klassischen Wassersportarten Windsurfen und Segeln den Rang ablaufen wollen.

Auch Spiele sind im Freizeitpanorama wieder stärker vertreten. Bei Brettspielen gibt es einen deutlich grössere Auswahl  als früher, traditionelle Kartenspiele wie Poker konnten sich in den letzten Jahren von ihrem anrüchigen Image befreien und sind inzwischen als Denksport anerkannt – zumal dabei ja auch keineswegs um Geld gespielt werden muss.  Aber auch hier geht der Trend eindeutig in Richtung Zuhause. In diese Marktlücke drängen vermehrt Anbieter, die es ermöglichen, gesellige Abende mit professioneller Spielbegleitung und Catering zu Hause zu verbringen – das Repertoire reicht inzwischen von der Quiz Show bis hin zum Casino Event. Brettspiele sind gefragt wie nie zuvor und können durch Konsolenspiele nicht verdrängt werden. Rund ein Viertel aller Österreicher beschäftigt sich dennoch mit PC- und Konsolenspielen.

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