Dentaltechnik – Zahnimplantate werden sicherer, und günstiger

Zahnimplantate hatten für Patienten bis jetzt vor allem zwei Nachteile: die Kosten und die Dauer der Behandlung. Bis das Implantat eingesetzt werden konnte vergingen Wochen und die Kosten beginnen bei einem niedrigen vierstelligen Betrag. Da die Technologie vergleichsweise neu ist, ist es wenig verwunderlich, dass die Branche sich regelmäßig mit Neuentwicklungen unterbietet, die versprechen, diese beiden Kritikpunkte zumindest zu mildern. Eine dieser Weiterentwicklungen zählen sogenannte  minimal-invasive Methoden (MIMI) und Mini-Implantate –  sie sind schmerzärmer und dauert nur wenige Minuten pro Implantat. Nebenwirkungen wie Schwellungen oder länger anhaltende Schmerzen treten kaum auf. Die Behandlung ist nach spätestens acht Wochen abgeschlossen.

Eine der großen Vorteile ist eben dieser geringerer Behandlungsaufwand, der es ermöglicht, bis zur Hälfte der Kosten einzusparen. Das Verfahren ist dabei inzwischen schon verbreiteter als viele Denken. Fast 3.000 deutsche Zahnärzte führen diese Methode durch. Ein auf diese Weise gefertigtes Zahnimplantat in Heidelberg zu finden ist inzwischen genauso möglich wie in den Metropolen Hamburg,  Frankfurt oder München. Dass dieses Verfahren sich innerhalb von nur sechs Jahren derartig verbreiten konnte, zeigt, wie überzeugend die Technologie ist. Sie eignet sich zudem auch für Patienten, deren Kieferknochen bereits sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde und ist auch für Raucher möglich.

Das Problem des Kieferknochenabbaus fällt zudem immer weniger stark ins Gewicht. Auf der 33. Internationalen Dentalschau (IDS) in Köln zeigten gleich mehrere Zahnärzte, dass nicht nur geringe Knochendichte immer unwichtiger wird, sondern auch die Behandlungszeit kürzer wird. So gelang den Hamburger Zahnmedizinern Johannes Heil und Andreas Saal während einer Live-OP innerhalb nur eines Eingriffes Knochendefizite zu korrigieren und Implantate einzusetzen, obwohl der Frontzahnbereich des Oberkiefers starke Knochendefekte aufwies. Außerdem führte Dr. Anne Gresskowski einen Sinuslift vor. Dr. Christopher Schramm nutzte digitale, bildgebende Verfahren um bereits vor dem Eingriff alle erforderlichen Daten zu gewinnen. Auf diese Weise kann ein provisorischer Zahnersatz vor der OP hergestellt werden und dann kurz nach dem Eingriff eingesetzt werden

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