Immobilien als Geldanlage – Trendprognosen für 2014

Es gibt nicht viele Geldanlagen, die wirklich als krisensicher gelten. Aber Immobilien gehören – trotz aus langfristiger Sicht dazu. Daher auch der Begriff „Betongold“, der auf Stabilität anspielt. Wie sieht es 2014 und darüber hinaus aus ? Lohnen sich eine Investition in Immobilien auch weiterhin? Pauschal lässt sich diese Frage kaum beantworten, denn es gibt wichtige Unterschiede – sowohl bei Anlageformen, als auch die der Art und der Lage der Objekte, die sich für die bisweilen sehr verschiedenen Ziele und Erwartungen von Anlegern unterschiedlich gut eignen.

Die Re/Max Prognose für den Immobilienmarkt in Österreich vom Januar 2014 geht davon aus, dass das  Angebot für Immobilien im laufenden Jahr weiter moderat wachsen, und die Nachfrage im Vergleich dazu leicht zurückgehen wird, mit unterschiedlich Zahlen und Tendenzen je nach Immobilientyp, Preisklasse, Lage und Region. Für die Experten hat sich der Markt seit der Finanzkrise ab 2008 wieder gut erholt und stablisiert. Von merklichen Preissteigerungen gehen die Makler nicht aus – grundsätzlich also eine „käuferfreundliche“ Situation mit Möglichkeiten für Investionen zu Inflationsausgleich und langfirstiger Wertsicherung. Starkt nachgefragt und teuer bleiben Mietobjekte in zentralen Lagen – hier dürfte die Nachfrage 2014 sogar zunehmen.

Auch in Deutschland soll laut den jährlichen Studien des Marktforschungsinstituts Bulwiengesa die Ausgangslange für Investionen in Immobilien im Jahr 2014 grundsätzlich günstig und stabil bleiben. Der aktuelle Bulwiengesa Immobilienindex 2014 – auf den sich unter anderem auch die Bundesbank stützt – geht davon aus, dass sicht dieser Trend mindestens drei weitere Jahre fortsetzt. Zu den Gründen zählt das Institut die neben positive Tendenzen in der Konjunkturentwicklung und der vermehrten Bevorzugung städtischer Lagen durch Unternehmen auch Prognosen für weiter steigende Mietpreise in den Städten, bedingt durch infrastrukturellen Ausbau zur Gestaltung der Städte als Arbeits- und Lebensraum. Obwohl sich in Deutschlands 30 wichtigsten Städten in dieser Richtung viel bewegt hat und entsprechende Projekte bereits bewilligt wurden, befinden sich viele Projekte noch in der Anfangsphase – somit ist hier noch reichlich Luft nach oben.

Die relative Stabilität der Märkte begünstigt auch Beteiligungen an entsprechenden Fonds und/oder Investionen am Aktienmarkt. Unterschieden werden muss hier zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Offene Fonds gerieten nach der Finanzkrise 2008 zwar zweischenzeitlich in Verruf, konnten sich aber wieder läutern und bieten diverse Vorteile – das eingezahlte Kapital ist nicht über einen zuvor festgelegten Zeitraum gebunden, Anteilsscheine gibt es auch unter 100 Euro gibt, Risiken sind in der Regel weiter gestreut. Demtsprechend verzeichneten die sechs wichtigsten östtereicher offenen Immobilienfonds 2013 allesamt merkliche Zuwachsraten. Sehr erfreulich ist hier die allgemeine Tendenz der Branche zu mehr Transparenz. So überraschte unlängst ein deutscher Fondsanbieter damit, dass er die gesamten Geschäftsdokumente seiner Fonds von unabhängigen Gutachtern prüfen liess und die Ergebnisse offenlegte. Experten werten Aktionen sehen darin ein weiteres Signal für eine Hinwendung des Markets in Richtung Nachhaltigkeit.

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